Über den Preis
2024 hat das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland gemeinsam mit Netzwerk Recherche den Deutschen Preis für Klimajournalismus ins Leben gerufen. Dank zahlreicher Spenden und ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen können wir ihn 2026 zum dritten Mal ausschreiben. Neuer Partner ist in diesem Jahr der Extremwetterkongress.
Deutscher Preis für Klimajournalismus 2026 – jetzt bewerben!
Die Klimakrise verschärft sich weiter, weil Politik und Wirtschaft die Gesetze der Physik missachten und ihre eigenen kurzfristigen Interessen über die der Menschen stellen. Gleichzeitig geraten Recherchen zu Ursachen, Verantwortlichen und Folgen dieser globalen Krise immer mehr ins Abseits. Umso wichtiger ist daher der Deutsche Preis für Klimajournalismus. Er prämiert besonders gelungene Beiträge, um sie zu würdigen, sichtbar zu machen – und so die Qualität und Intensität des Klimajournalismus in Deutschland zu fördern.
Bewerbung für die besten Klima-Recherchen 2026
Jetzt bewerbenAb dem 2. April könnt ihr eure Beiträge für den Deutschen Preis für Klimajournalismus 2026 einreichen! Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2026.
Die Preisverleihung findet am 24. September auf dem Extremwetterkongress in Hamburg statt. Vielen Dank an alle, die das möglich machen: Unsere Förderer, zahlreiche Einzelspenden, viele ehrenamtliche im Team und unser neuer Kooperationspartner, der Extremwetterkongress (EWK).
FAQs
Wie funktioniert die Bewerbung?
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Einsendungen werden ausschließlich über das Bewerbungsformular entgegengenommen. Alle Felder müssen vollständig ausgefüllt sein. Auch die Beiträge selbst können (nur!) hier hochgeladen bzw. verlinkt werden. Wichtig ist dabei, dass der eingereichte Beitrag frei zugänglich ist. Print-Artikel hinter der Bezahlschranke müssen entweder als PDF oder mit einem speziellen Freigabelink eingereicht werden.
Die angeforderte inhaltliche Zusammenfassung als PDF ist für die Jury ein wichtiger Hintergrund zum Beitrag und deshalb obligatorisch. Auf demselben Dokument können bei Bedarf auch Angaben über besondere Herausforderungen bei Recherche oder Realisierung des Beitrages gemacht werden. Insgesamt stehen euch dafür maximal 1.000 Zeichen zur Verfügung.
Vorschläge für den Ehrenpreis werden über denselben Weg eingereicht. Neben eurem Namen und Email-Kontakt reicht eine PDF-Datei mit Angaben zur vorgeschlagenen Person und zur Begründung des Vorschlags: maximal 1.000 Zeichen.
Für Rückfragen steht das Team unter preis@klimajournalismus.de gerne zur Verfügung!
Was kann eingereicht werden?
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So wie die Klimakrise alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche betrifft, können auch Beiträge zu allen möglichen Bereichen eingereicht werden, die Klima als Querschnittsthema mitdenken und sichtbar machen. Auch Beiträge explizit zu Klimawandelfolgen, Klimaschutz, Klimaanpassung, Klimapolitik und zu einzelnen Bereichen wie Verkehr, Ernährung, Bauen, Energie, Heizen, Landwirtschaft, Industrie und Biodiversität sind herzlich willkommen.
Für den Preis 2026 kommen journalistische Beiträge aller Darstellungsformen infrage – ausgenommen Meinungsbeiträge –, die zwischen dem 16. April 2025 und dem 15. Mai 2026 in einem deutschen Print-, Online-, TV- oder Hörfunk-Medium erschienen sind und sich mit dem Themenkomplex „Klima“ befassen.
Einzelbeiträge
kontinuierliche Berichterstattung zu einem ausgewählten Thema
beispielhafte Initiativen und Aktionen
Formate und Serien
multi- und crossmediale Arbeiten
Es ist grundsätzlich möglich, einzelne Teile einer Serie einzureichen. Bei Formaten sollen die Bewerber*innen eine exemplarische Auswahl von maximal zwei Episoden treffen.
Bücher können für den Deutschen Preis für Klimajournalismus nicht berücksichtigt werden.
Deutschsprachige Beiträge, die in österreichischen oder Schweizer Medien veröffentlicht wurden, können ebenfalls nicht berücksichtigt werden.
In der Kategorie „Lokal“ können nur Beiträge eingereicht werden, die in einem lokal erscheinenden Medium veröffentlicht wurden. Beiträge aus Regionalsendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind in dieser Kategorie ausdrücklich nicht zugelassen.
Wer kann sich bewerben?
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Festangestellte und freie Journalist*innen, Volontär*innen sowie Autor*innen-Teams können eigene Arbeiten einreichen, die im fraglichen Zeitraum in einem deutschen Medium erschienen sind. Personen, die für den Ehrenpreis in Frage kommen, können vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind nicht zulässig.
Vorstandsmitglieder des Netzwerk Klimajournalimus sowie Jurymitglieder sind von der Teilnahme in der jeweiligen Kategorie ausgeschlossen.
Kann ich jemanden vorschlagen?
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Ja. Journalist*innen können sich mit eigenen Beiträgen bewerben oder von anderen Personen vorgeschlagen werden.
Woher stammt das Preisgeld?
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Der Deutsche Preis für Klimajournalismus 2026 wird möglich gemacht durch die großzügige Unterstützung der Ecosia GmbH, EWS Schönau, ROSSMANN, GLS Treuhand, taz Panterstiftung, KLIMA° vor acht, Eckart von Hirschhausen, Robert Levenhagen und vieler Einzelspender*innen. Vielen Dank!
Spenden an unseren gemeinnützigen Verein sind weiterhin willkommen :)
Wer steht hinter dem Preis?
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Die Idee für einen Klima-Journalismuspreis entstand bereits 2022. Im Jahr 2023 wurde sie von Barbara Junge, Chefredakteurin der taz, Jürgen Döschner, langjährigem Klima- und Energieexperten beim WDR und Mitgründer des Netzwerks Klimajournalismus, Annika Joeres, Energiereporterin bei Correctiv und Autorin, sowie Aline Pabst, Klima-Redakteurin der Saarbrücker Zeitung, in ein konkretes Projekt umgesetzt.
2024 wurde der Deutsche Preis für Klimajournalismus zum ersten Mal ausgeschrieben. Damals und im Folgejahr in Kooperation von Netzwerk Recherche und Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. In diesem Jahr konnten wir den Extremwetterkongress als neuen Kooperationspartner gewinnen. Wir sind dankbar für unsere Sponsoren und Partner*innen – und die ehrenamtlichen Team- und Jury-Mitglieder, die den Preis möglich machen!
Der Preis 2026 wird finanziert durch die Ecosia GmbH, die EWS Schönau, Rossmann, GLS Treuhand, die taz Panterstiftung, KLIMA° vor acht, Eckart von Hirschhausen, Robert Levenhagen sowie durch Einzelspenden. Projektleitung: Jürgen Döschner.
Die Jury
Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität. Claudia Kemfert wurde 2016 in den Sachverständigenrat für Umweltfragen berufen. Sie war Beraterin von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und ist in Beiräten verschiedener Forschungsinstitutionen sowie Bundes- und Landesministerien und der Europäischen Kommission tätig.
Christian Stöcker ist Kognitionspsychologe, Bestseller-Autor und SPIEGEL-Kolumnist. Als Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg leitet er den Master-Studiengang Digitale Kommunikation. Zuvor war er Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online.
Frank Böttcher ist Veranstalter des ExtremWetterKongresses, der Deutschen KlimaManagementTagung und der METKOM, dem Jahrestreffen der Wettermoderatoren. Er ist führender Experte im Themenfeld „Extremwetter im Klimawandel“, Buchautor, Speaker, Podcaster und Wettermoderator sowie Mitglied im Netzwerk Recherche, Vorsitzender der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und in zahlreichen Ehrenämtern tätig.
Aline Pabst schreibt als Redakteurin der Saarbrücker Zeitung vor allem über Klimathemen aus lokaler Perspektive. 2022 wurde sie für die von ihr ins Leben gerufene Schwerpunktseite "Klima&Umwelt" mit dem K3-Preis für Klimakommunikation in der Kategorie Journalismus ausgezeichnet. Sie ist Teil des Kernteams des Netzwerk Klimajournalismus Deutschland.
Jürgen Döschner arbeitete lange für den WDR. Von 1997 bis 2002 berichtete er für den ARD-Hörfunk aus Moskau, anschließend beschäftigte er sich überwiegend mit den Themengebieten Energiewirtschaft, Klima und investigativen Recherchen. Er gehört zu den Gründer*innen und ist Vorstandsmitglied des Netzwerk Klimajournalismus Deutschland.
Das Team
hinter dem Deutschen Preis für Klimajournalismus 2026:
Jürgen Döschner, Projektleitung
Gerald Perschke, Team & Vorjury
Aline Pabst, Team
Nathan Niedermeier, Team
Linda Rammes, Grafikdesign
Auszeichnungen 2025
Feeling Blue – Paartherapie mit dem Ozean
Der Freitag
von Svenja Beller, Julia Lauter, Martin Theis und Fabian Weiss. Executive Producing: Kyra Funk.
Zum Beitrag
Ein Klimakiller namens Flaring
Erschienen bei DER SPIEGEL
von Susanne Götze, Jule Ahles und Anna-Lena Kornfeld in Kollaboration mit Forum für investigativen Umweltjournalismus EIF, Mediennetzwerk European Investigative Collaborations (EIC), Daraj Media, SourceMaterial und Oxpeckers.
Zum Beitrag
68 Grad: der Klima-Podcast für Mannheim
Mannheimer Morgen
von Tatjana Junker und Martin Geiger
Zum BeitragEhrenpreis 2025
Georg Ehring
Georg Ehring hat in vielen Jahrzehnten als Jouralist den Wandel erlebt von den 80ern, wo das Wort „Klimaerwärmung“ langsam in den Medien auftauchte, aber noch fern schien, über die internationalen Umweltkonferenzen in den 90ern, bis heute, wo Klima als Dimension alle Lebensbereiche tangiert und entsprechend in allen Ressorts mitgedacht werden sollte. Im Laufe der Jahrzehnte ist Georg zu dem Experten für Klima im Deutschlandfunk geworden, dessen Einschätzung alle vertraut haben und die jetzt fehlt, wo er in Rente gegangen ist.
Mit Georg Ehring zeichnen wir nicht nur einen besonderen Journalisten aus, sondern auch eine besondere Person. „Georg ist das Gegenteil von einem Pfau“, sagt seine Nachfolgerin Ann-Kathrin Büüsker. Und das ist als Kompliment gemeint. Er habe sich nie künstlich groß gemacht, sich selbst nicht in den Vordergrund gestellt.
Aber er ist beharrlich geblieben – und hat damit einen großen Beitrag geleistet, den Klima-Diskurs in Deutschland zu fördern.
Shortlist 2025
Kategorie Hauptpreis
Von Leon Kirschgens (Text) und Nathalie Bertrams, Jens Umbach (Fotos)
Kategorie Hauptpreis
Von Bettina Rühl, Deutschlandfunk
Kategorie Investigativ
Von Jonas Reese und Christopher Weingart, Deutschlandfunk
Kategorie Investigativ
Von von Katarina Huth, Annika Joeres, Gabriela Keller und Elena Kolb, CORRECTIV
Kategorie Lokal
Juliane Neubauer, MDR
Kategorie Lokal
Von Bjarne Overkott, Stadtmagazin RUMS
Auszeichnungen 2024
© RAM Studio
Hitze: Letzte Generation Close-Up
Produziert von TRZ Media und rbb
von Jasmin Bauomy, Robin Drömer, Daphne Ivana Sagner, Anton Stanislawski und Céline Weimar-Dittmar
Zum Beitrag
Klimaschutzprojekte in China: Milliardenbetrug in der Ölbranche?
Produziert von ZDF frontal
von Hans Koberstein, Nathan Niedermeier, Marta Orosz und Miriam Steimer
Zum Beitrag
Wasserentnahme in Unterfranken
Erschienen bei Main-Post und Bayerischer Rundfunk
von Pirmin Breninek, Carolin Hasenauer, Jonas Keck, Angelika Kleinhenz, Claudia Kohler und Henrik Rampe
Zum Beitrag
© andererseits/HENX
Rette sich, wer kann:
Wie der Katastrophenschutz für Menschen mit Behinderungen versagt
Erschienen im Medium andererseits.org
von Katharina Brunner, Emilia Garbsch, Artin Madjidi, Patricia McAllister-Käfer, Arthur Moussavi-Wagner und Clara Porák
Zum BeitragEhrenpreis 2024
© ZDF/Johanna Brinckmann
Harald Lesch
versteht und erklärt nicht nur hervorragend die Zusammenhänge der Physik. Er stellt auch stets die Verbindung zu unserem Handeln her. Wir verändern das Klima. Und wir haben es in der Hand, die von uns ausgelöste Erderhitzung zu stoppen – das Überleben unserer Spezies und vieler anderer vom Aussterben bedrohter Arten zu retten.
Die Arbeit von Harald Lesch zeigt Journalistinnen und Journalisten, was der Satz „Hört auf die Wissenschaft!“ bedeutet: die Fakten, die physikalischen Ursachen und Zusammenhänge der Klimakrise verständlich erklären – und zugleich die sich daraus ergebenden Konsequenzen beharrlich und standhaft aufzuzeigen.
Es ist dieser Journalismus mit Haltung – orientiert an wissenschaftlichen Fakten und ethischen Grundsätzen – der Harald Lesch und seinen Umgang mit der Klimakrise seit vielen Jahren prägt.
Shortlist 2024
Kategorie Hauptpreis
Von Alex Rühle, Leonie Sanke, Vera Schroeder (Text) und Olivia von Pilgrim (Motion Design), Süddeutsche Zeitung
Kategorie Hauptpreis
Von Matthias Bau, Max Bernhard, Alice Echtermann, Rebekka Franz, Johannes Gille, Uschi Jonas, Steffen Kutzner, Florian Löffler, Viktor Marinov, Kimberly Nicolaus, Gabriele Scherndl, Laura Seime, Paulina Thom, Sarah Thust, Sophie Timmermann, Correctiv
Kategorie Investigativ
Von Lena Bäunker, Krautreporter
Kategorie Investigativ
Von Monika Bolliger und Susanne Götze, Der Spiegel
Kategorie Lokal
Print-Serie von Sara Bernhard, Brigitte Degelmann, Dennis Pfeiffer-Goldmann, Achim Lederle, Stefanie Liedtke, Julia Lorenz, Lily Rapprich, Thomas J. Schmidt, Michelle Spillner, Holger Vonhof, Frankfurter Neue Presse
Kategorie Lokal
Von Antonia Dittrich, Robin Eisenmann, Birgit Femppel, Jens Kleindienst, Lars Leitsch, Felix Plum, Sebastian Reh, Leonie Rothacker, Johanna Tischler. Eine Recherche des VRM-Klimanetzwerks in Kooperation mit Correctiv, BR, NDR und WDR